Guido Ruppert

Sein Lebenswerk

Guido Ruppert (2. Oktober 1943 – 2. März 1997) wuchs in Brunnadern (Toggenburg) auf. Als er 12 Jahre alt war, zog die Familie nach Frauenfeld.
Bereits in der Schule fiel seine Begabung im Zeichnen und Malen auf. Er folgte dann aber dem Wunsch seines Vaters mit einer Lehre als Mechaniker bei der Firma Sulzer und sicherte sich so seinen Lebensunterhalt.

Als Autodidakt, begleitet durch einen AKAD-Kurs an der École de Dessin de Paris, begann er schon in sehr jungen Jahren künstlerisch zu arbeiten. Er übte sich in den Techniken Öl, Eitempera, Aquarell, Pastellkreide, Tusche, Rötel, Holz- und Linolschnitte.

Als in den 60er Jahren die Computertechnik sich etablierte, entschloss sich Guido Ruppert für eine Umschulung zum Programmierer. Als Software-Entwickler kam ihm sein kreatives Talent sehr entgegen, so dass er auch in seinem Beruf beachtliche Erfolge erzielte. Mit dem Alter sehnte sich Guido Ruppert vermehrt nach einer Künstlerkarriere. Dafür schaffte er sich immer wieder Freiräume und nahm sich Auszeiten. Um das Fehlen finanzieller Mittel auszugleichen, war er jedoch gezwungen erneut den Beruf als EDV-Analytiker auszuüben. In seiner Freizeit arbeitete er mit Leidenschaft in seinem Atelier. Es entstanden Gemälde, die er aus einem grossen geistigen Fundus schöpfte. Er kreierte Sonnenblumen, deren Gestalten die Kategorien des Artistoteles interpretieren oder Parzivals Irr- und Wanderwege. Die Thurgauer Sage über den Hund im Schloss Altenklingen sowie weitere Thurgauer Sujets malte er in Aquarell oder mit leuchtenden Pastellkreiden.

Guido Ruppert hat aus Zeitgründen seine Werke nie an einer Ausstellung gezeigt. Ende 1996 erkrankte er und verstarb im Alter von 53 Jahren kurze Zeit später. Die erste Ausstellung, die Gedächtnis-Ausstellung, fand 1997 in Konstanz mit über 30 Werken statt. Es folgten 1998 die Ausstellung beim Kunstverein Frauenfeld mit 46 Werken aus seinem Spätwerk, im Jahr 2000 eine Ausstellung in seiner Heimat Brunnadern im Toggenburg, 2001 im Greuterhof in Islikon und im selben Jahr in der Galerie Thurgithek in Müllheim, wo seine Sonnenblumenbilder ausgestellt wurden.
Die Retrospektive in der Stadtgalerie Baliere würdigt nun das Lebenswerk von Guido Ruppert, das seine Familie sorgfältig zusammengestellt hat.

Weitere Informationen zum Künstler uns seine Bilder finden Sie unter: www.guido-ruppert.ch

 

Vernissage:
17.04.2015, 19:00 Uhr
Einführung von Milena Oehy, Niklaus Briner

 

Ausstellung:
Dauer: 18.04.2015 - 10.05.2015

 

Öffnungszeiten:
Mi 14.00-17.00 Uhr
Sa 12.00-16.00 Uhr
So 12.00-16.00 Uhr

 

Kontakt:
Rosmarie Ruppert
Irchelstrasse 20
8500 Fraueneld
rosmarieruppert@bluewin.ch

 

Download:
Ausstellung_Ruppert_April2015.pdf

 

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